Karriere-Kompass Pflege
Stufe 1: Assistenz & Einstieg
- SRK-Pflegehelfer/-in: Basisqualifikation (120h Kurs + Praktikum). Unterstützung bei der Grundpflege und Mobilisation.
- AGS (Assistent/-in Gesundheit und Soziales): 2-jährige berufliche Grundbildung (EBA). Übernimmt delegierte Aufgaben in Pflege und Alltagsgestaltung.
Stufe 2: Fachkraft (Sekundarstufe II)
- FaGe (Fachfrau/-mann Gesundheit): 3-jährige Lehre (EFZ). Das Rückgrat der Pflege. Übernimmt zusätzlich medizinaltechnische Aufgaben (Blutentnahme, Verbandswechsel, Richten von Medikamenten).
- Fachfrau/-mann Betreuung (FaBe): Fokus auf die Alltagsgestaltung und Begleitung (oft in der Langzeitpflege oder Psychiatrie).
Stufe 3: Diplomierte Ebene (Tertiärstufe / Höhere Fachschule)
- Dipl. Pflegefachfrau/-mann HF: 3-jährige Ausbildung an der Höheren Fachschule (oder verkürzt für FaGe). Übernimmt die volle Verantwortung für den Pflegeprozess, die Bedarfsabklärung (RAI/BESA) und die Steuerung komplexer Pflegesituationen.
- Dipl. Pflegefachfrau/-mann FH: Studium an der Fachhochschule. Fokus liegt zusätzlich auf wissenschaftsbasierten Methoden und klinischer Beurteilung.
Stufe 4: Spezialisierung & Management (Funktionsrollen)
Nach der Diplomausbildung verzweigt sich die Laufbahn meist in drei Richtungen:
Pfad A: Führung/Management
Pfad B: Fachexpertise
Pfad C: Bildung
Teamleitung / Wohnbereichsleitung: Erste Führungsrolle, Dienstplangestaltung.
Berufsbildner/-in: Begleitung von Lernenden (AGS/FaGe) im Betrieb.
SBB / Praxisanleitung: Gezielte Anleitung und Prüfungsvorbereitung.
Pflegedienstleitung (PDL): Strategische Leitung der gesamten Pflegeabteilung.
Fachexpert/-in (z.B. Palliative Care, Wundmanagement, Demenz): Vertieftes Wissen in einem Spezialgebiet.
Lehrbeauftragte/-r: Unterricht an Schulen oder internen Akademien.
Stufe 5: Akademische Leitung / Advanced Practice
- MSc in Nursing (Master): Rolle als Advanced Practice Nurse (APN). Arbeitet direkt am Bewohner bei hochkomplexen Fällen und implementiert neue Pflegekonzepte.
- Heimleitung / Institutionsleitung: Gesamtverantwortung für den Betrieb (erfordert meist eine Management-Zusatzausbildung).
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